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Herzschwäche!

Nachschau zum Vortrag im Deutschen Herzzentrum (DHZB) Berlin am 06.11.2017

Die Aussicht, zwei Experten im DHZB zum Thema Herzschwäche befragen zu können, hat am 06. November 2017 weit über 100 Besucher in den Weißen Saal des Deutschen Herzzentrums Berlin gelockt. Gastgeber des Abends waren Prof. Dr. med. Burkert Pieske, Direktor der Klinik für Innere Medizin / Kardiologie und Prof. Dr. med. Volkmar Falk, Direktor der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie und Ärztlicher Direktor des DHZB.

Pressesprecher Christian Maier übernahm die Begrüßung und übergab statt langer Vorreden sogleich an Prof. Dr. Burkert Pieske. Der machte am Beispiel von Zahnputzbecher und Milchlaster kurz und anschaulich klar, was für ein Arbeitspensum unser Herz im Laufe seines Lebens zu bewältigen hat. Dass eine Herzmuskelschwäche der Gesundheit so gefährlich werden kann, dürfte anschließend Niemand im Saal mehr bezweifelt haben. In Deutschland leben schätzungsweise 2 bis 3 Millionen Patienten mit Herzschwäche. Jährlich kommen etwa 300.000 neu dazu, etwa 50.000 sterben an der Krankheit. Trotzdem, so der Professor, haben viele Menschen eher Angst, an Krebs zu erkranken. Das Thema Herzschwäche wird also oft unterschätzt.

Fragen Sie den Chefarzt zum Thema Herzschwäche

Von der Einführung des Kardiologen in das Thema Herzschwäche profitierten vor allem diejenigen Besucher, die nicht als Patienten, sondern als Interessierte gekommen waren. Gut möglich, dass sie nun etwas genauer in ihren Körper hineinhorchen. Denn für die Erkrankung gibt es klare Anzeichen. Und je früher eine Herzschwäche erkannt wird, desto größer sind die Chancen für eine wirksame Behandlung.

„Wir reden immer viel zu viel und für Ihre Fragen bleibt dann immer zu wenig Zeit“. Dass die beiden Chefärzte statt zu referieren lieber mit den Besuchern reden wollten, hat die Veranstaltung eindrucksvoll bewiesen. Bereits nach einer Viertelstunde nutzte der erste die Gelegenheit, seine Fragen loszuwerden. Er war anstelle seiner Frau gekommen, die sich in wenigen Tagen im Deutschen Herzzentrum Berlin operieren lassen will. Damit war die fast zweistündige Diskussion eröffnet, bei der im schnellen Wechsel von Defibrillator-Systemen, Blutverdünnern, Ablation und Vorhofflimmern, Kunstherzen, Herzsport und vielem mehr die Rede war. Auch Fragen, wie man als Herzpatient bei den Kassen sein Recht erstreitet, blieben nicht ausgespart.

Patienten sind gut informiert

Patienten sind heute über ihre Krankheit bestens informiert. Alle Wortmeldungen des Abends waren mit persönlichen Krankengeschichten verknüpft, sehr durchdacht und verständlich vorgetragen. Die Antworten der Experten waren für alle Anwesenden von Interesse. Beide Chefärzte gaben übrigens wirklich jeder Frage ausreichend Raum und widmeten sich den Problemen der Besucher mit Empathie und Humor. Richtig spannend wurde es, als eine Frau davon berichtete, sich wegen möglicher Risiken, über die vor einer Operation aufgeklärt werden muss, gegen die Behandlung entschieden zu haben. Das Problem ist vielen Menschen bekannt. Schon das Lesen eines Beipackzettels führt zu Ängsten und Verunsicherung.

Sich vor einem großen Auditorium zu seiner eigenen Situation zu äußern, das kostet Mut. Dass so viele Besucher im Laufe des Abends ihre Scheu ablegten, legt die Vermutung nahe, dass sie sich im Rahmen ihrer ärztlichen Behandlung nicht immer ausreichend informiert fühlen. Es gibt offenbar auch manche Informationslücke zwischen den Spezialisten im Herzzentrum und den Niedergelassenen in Berlin. Diese gilt es gemeinsam zu schließen. Daran wird im Herzzentrum intensiv gearbeitet.

Nicht nur einmal haben die Referenten übrigens dazu aufgefordert, bei besonders diffizilen Problemen persönlich per E-Mail um Rat zu fragen. Das war nicht so dahingesagt, sondern kam von Herzen. Manchen Patienten wird das ermutigt haben, die Ärzte im DHZB um eine Zweitmeinung zu bitten. Von Herzen kam auch der Beifall am Ende der Veranstaltung. Die Frage, ob das Format „Fragen Sie den Chefarzt“ den Nerv des Publikum getroffen habe, wurde eindeutig mit Ja beantwortet. Man kann das Team nur dazu beglückwünschen, im Rahmen der Herzwoche mal etwas Neues ausprobiert zu haben.

Herzwochen mit der Deutschen Herzstiftung

Zum Schluss noch eine Anmerkung zur Deutschen Herzstiftung, der bundesweit größten Patientenorganisation auf dem Gebiet der Herz-Kreislauferkrankungen. Jedes Jahr im November starten auf deren Initiative hin in ganz Deutschland sogenannte „Herzwochen“. Dabei handelt es sich um eine großangelegte Aufklärungskampagne mit hunderten von Informationsveranstaltungen. Allein in Berlin finden vom 01. bis zum 30. November 2017 an fast allen Wochentagen Vorträge und Seminare zum Thema statt. Das Motto der Herzwochen 2017 ist „Das schwache Herz“. Auch hier auf meetmedi finden Sie viele weitere Veranstaltungen zu Thema. Sie finden die Herzstifung auch hier bei uns unter den Veranstaltern und kommen von dort direkt auf aktuellen Veranstaltungsangebote.

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